Frage von : Ernährung über Magensonde – Für Betroffene gewöhnungsbedürftig ?
Meine Mutter leidet an Morbus Alzheimer .Man konnte sie nicht mehr fragen, ob Sie eine PEG-Sonde überhaupt haben wollte. Der Arzt im Krankenhaus hat es so vorgeschlagen und uns, also die Familie überzeugt, da das Füttern über den oralen Weg wegen Schluckstörungen nicht mehr und nur sehr schlecht und zeitaufwendig stattfinden kann. Nun sttellen sich leider aussergewöhnliche Probleme mit dieser Magensonde ein. Meine Mutter hustet und erbricht sich ständig. Liegt das an einer fehlerhaften Bedienung/Pflege der Gerätschaften, oder muss sich meine Mutter evtl. noch an die neue Magensondenkost gewöhnen ? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man so etwas genauer weiss ?
Beste Antwort:
Answer by Charlotte Nancy Streuni
Hast du schon mal überlegt, dass deine Mutter vielleicht nicht mehr will. Man kann seinen Willen dagegen bekunden, dass man nicht unnötig länger am Leben erhalten werden will.
Leider machen sich die meisten keinen Gedanken darüber, wenn es ihnen noch gut geht.
Aber wenn es dann soweit ist, können sie nichts mehr tun. Ist da nicht eigentlich menschenunwürdig? Ich jedenfalls möchte so nicht leben, wenn ich nur noch einen Funken Leben in mir habe.
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24. Januar 2012 um 00:58
dem, was charlotte schreibt, kann ich nur zustimmen….hast du Sondenkost schon mal probiert? eklig…stell dir mal vor dir würde man den Magen vollpumpen auch wenn du keinen Hunger hast..und wie wird sie verabreicht? mit ner Spritze(gar nicht gut) oder mittels Schwerkraft über einen längeren Zeitraum? (viel besser)….außerden sollte ihr immer wieder etwas Nahrung reichen (Pudding, Joghurt, Säfte/Kaffee ect, als kleine Eiswürfel zum Lutschen)
24. Januar 2012 um 01:26
Stimme der obigen Antwort zu aber denke schon, so etwas braucht seine Zeit wenn man auf einmal mit einer Magensonde ernährt wird. Sie hat zwar MA aber die Reflexe sind gegeben.
24. Januar 2012 um 02:23
Erst einmal: wer Alzheimer hat denkt nicht daran, ob er leben will oder nicht.; er wird also nicht mit voller Absicht die normale Ernährung zurückweisen. Zweitens finde ich es traurig (aber es ist Usus), dass man in der Pflege, weil keine Zeit für die Patienten da ist, es sich recht einfach macht und eine Magensonde legt. Man weiß gar nicht, was dem Menschen damit angetan wird.
Ich selber habe seit einem Jahr eine PEG, weil ich Kiefer-Gaumen-Krebs habe und nicht einmal etwas trinken kann. Es war am Anfang wirklich sehr schwer. Der Magen muss sich erst mal daran gewöhnen, d.h. die Nahrung darf die erste Zeit nicht zu schnell in den Magen tropfen, sonst kommt sie oben wieder raus. Das Husten liegt sicher daran, dass deine Mutter, genau wie ich, ihren eigenen Speichel schlecht schlucken kann. Der gerät dann in die Luftröhre. Ich stehe auch mehrere Male am Tage vor dem Waschbecken, huste und würge, um den überflüssigen Schleim wieder aus Luft- wie Speiseröhre heraus zu würgen. Am Anfang hätte ich mich am liebsten umgebracht, aber nach ein paar Wochen gewöhnt man sich an diese Art der Behinderung.
Nun bin ich geistig auf der Höhe, erst 67 Jahre alt und kann mir in allen Dingen prima selbst helfen. Es tut mir so furchtbar leid für deine Mutter. Hoffentlich muss sie sich nicht mehr allzu lange quälen, denn sie versteht ja gar nicht, was mit ihr geschieht. Wenn sie Flüssigkeit oral zu sich nehmen kann, könnte das eine große Hilfe sein. Da muss man das Personal aufmerksam machen. Die Menschen vergessen einfach zu trinken. Pudding oder Grießbrei wäre natürlich auch sehr gut, damit die Speiseröhre “geputzt” wird. Nur wird sich dafür wohl auch kaum Zeit im Heim finden. Traurig!
Ich könnte mir vorstellen, dass deine Mutter (im Unterbewusstsein) nun tatsächlich nicht mehr will.